Inspiration ist ’ne Bitch

Vermutlich bist du hier, weil du gerade in einer Situation bist, in der du ganz dringend Inspiration brauchst und nicht weißt, woher du sie nehmen sollst. Oder du bist einfach nur hier, weil es dich interessiert, wie andere an dieses heikle Thema herangehen. Ganz egal, was denn nun DEIN Grund ist – herzlich Willkommen zu meinem Blogbeitrag zum Thema:

Inspiration ist ’ne Bitch.

Oder doch nicht? Diesen einen Satz habe ich schon sehr oft von den verschiedensten Menschen gehört. Egal, ob das nun ein Autor, ein Blogger oder der Nachbar wegen seines Gartenbau-Projekts war. Und leider, leider muss ich diesem Satz widersprechen. Denn die liebe Inspiration ist nämlich gar keine Bitch. Warum? Dazu kommen wir gleich.

Natürlich kann nicht jeder von uns eine Laura sein.

Laura ist eine der Falkenladies (yes, I’m looking at you over there!) und hat beinahe täglich eine neue Buchidee und rockt damit das Thema Inspiration einfach – aber ganz ehrlich, die meisten Menschen da draußen sind einfach nur froh, wenn sie ab und an mal eine Idee abkriegen, die sie genug begeistert, um sie auch in die Tat umzusetzen.

 

Aber woher stammen diese Ideen? Früher hatte ich unheimlich viele Phasen, in denen ich einfach inspirationstot war. Es gab nichts, dass mich begeisterte und auch nichts, was mich mitten am Tag wie der Schlag traf und sofort notiert werden musste. Für eine Autorin wie mich ist das ziemlich doof. Und kontraproduktiv, denn ohne Ideen ist man als Autorin ziemlich aufgeschmissen. Jetzt fragst du dich sicher, wie ich es aus diesen Phasen wieder herausgeschafft habe und wie ich dieses ganze Thema jetzt handhabe. Meine Antwort darauf ist simpel: Es gibt kein Patentrezept. Wir alle sind individuell und funktionieren, denken, anders.

 

Das ist aber kein Grund zur Enttäuschung. Ich möchte dir gleich nämlich noch meine bewährten Go-To-Tipps an die Hand geben. Vielleicht helfen sie dir ja genauso gut, wie sie mir geholfen haben.

 

Dementsprechend sind wir auch wieder bei der Aussage „Inspiration ist ’ne Bitch“ angekommen. Ist sie nicht. Am Ende liegt es nämlich an jedem Einzelnen von uns, wie wir die Sache handhaben und angehen. Ich wette, Laura ist einfach so ein Mensch, der ganz viele Dinge um sich herum aufnimmt, die sonst sehr vielen Leuten entgehen. Sie sieht dann etwas, ihr Kopf verarbeitet es und schwupps, ist eine neue Idee geboren. Gepaart mit ihrem Können was Exposés und Klappentexte angeht, kann das ja nur gut funktionieren.

 

Aber nun zu DIR! Hier kommen meine Go-To-Tipps für dich, die auch bei mir immer wahre Wunder wirken.

 

  1. Manchmal hat die Inspirationsflaute gar nichts mit fehlender Inspiration zu tun, sondern damit, dass es im eigenen Leben gerade generell nicht so rund läuft. Du hast Stress, ultraviele Termine und außerdem ist auch noch der Hund krank. Die Wohnung sieht aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen und seit einer Woche gab es nichts Richtiges mehr zu essen. Alles regt dich nur noch auf und besonders die Tatsache, dass du mit Projekt XY feststeckst. Es geht nicht mehr nach vorne und nicht mehr nach hinten und alles ist einfach nur … doof.

Hört sich unbekannt an? Passiert aber jedem mal. Natürlich gibt es Leute, die an den äußeren Umständen keinen Störfaktoren finden (ich beneide euch) und dann gibt’s mich. Mir schlägt das auf mein Schreiben und auf die Inspiration. Also gönne ich mir eine Auszeit, bringe alles wieder in Ordnung und gehe es langsam an. Das braucht man manchmal, das ist völlig normal. Und ehe man sich versieht, ist man dann auch schon wieder mitten im Manuskript, versprochen.

Ähnlich geht es mir übrigens, wenn bei mir innerliches Chaos herrscht. Auch hier gilt das gleiche Prinzip. Einen absolut funktionierenden Tipp kann ich dir hier jedoch nicht geben, denn DU alleine kennst dich am besten.

 

  1. Wenn es nicht an Punkt 1 liegt, ist es vielleicht einfach eine Blockade. Auch die ereilen den besten Autor, Blogger und Hobbygärtner. Allerdings gibt es hier für mich einen ganz einfachen Weg, die Blockade hinter mir zu lassen. Ich schaue mir an, was ich bereits geschafft habe. Ich schaue mir an, was andere bereits geschafft haben und ich rufe mir ins Gedächtnis, was mein Ziel ist. Ich verbringe Stunden auf Pinterest (und Tumblr und anderen Social Media-Plattformen) und scrolle durch Pinnwände, erstelle neue und wühle mich durch die endlose Weite des Internetcontents. Meistens dauert es dann auch gar nicht lange, bis die ersten zarten Ideenfragmente auf mich zukommen. Von da bis zu einem fertigen Manuskript ist es natürlich noch ein weiter Weg, aber das ist ein Thema für einen anderen Tag – gerade zählt nämlich nur eines. Du hast die Inspiration wiedergefunden!

 

  1. Ich träume. Und zwar nicht von meinen Charakteren oder irgendeiner kleinen Idee, sondern davon, wo ich eines Tages stehen könnte. Niemand setzt dir dabei eine Grenze. Träume den wahnwitzigsten Traum, der dir in den Sinn kommt. Stelle dir vor, dass dein Buch irgendwann auf der Spiegel-Bestsellerliste steht. Dass die Filmrechte verkauft werden, du deinen Lieblingsschauspieler kennenlernst und ihr beste Freunde werdet. Obendrein verkörpert er auch noch deinen Lieblingscharakter aus DEINEM Buch. Der Film wird furchtbar erfolgreich und ist in aller Munde. Dein Buch ist in aller Munde. Und du. Die Autorin dieses genialen Meisterwerks.

 

Aber was höre ich da? Da klopft die Realität wieder an. Und weißt du, was sie sagt? Wenn du einfach nur hier sitzt und träumst, wird dieser Traum niemals Wahrheit werden. Also würde ich sagen, du packst die Inspiration jetzt beim Kragen, schleifst sie zu deinem Manuskript und zwingst sie dazu, für dich zu arbeiten. Nicht nur jetzt, nicht nur heute. Sondern ab sofort jeden Tag, bis dein Traum in Erfüllung geht.

 

Also, immer schön dran denken – Träume werden erst wahr, wenn man etwas für sie tut. Und es hat wahrlich keinen Sinn, dir deinen Traum von der Inspiration verwehren zulassen.

Text: Ronja Delahaye

Bild: Pixabay

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