Überarbeiten von Texten

Du hast dein Buch, deinen Roman oder deinen Text fertig. Prima! Herzlichen Glückwunsch! Und nun?

Jetzt ist es an der Zeit, den Text zu überarbeiten. Das nimmt recht viel Zeit in Anspruch und kann durchaus in Summe länger dauern, als das Manuskript zu schreiben. So eine Überarbeitung enthält mehrere Phasen.

 

Hier bekommt ihr einige Tipps dafür 🙂

 

  • Zunächst ist es wichtig, das Geschriebene eine Weile ruhen zu lassen, um selbst auf andere Gedanken zu kommen. Wie lange? Ja, das hängt von mehreren Faktoren ab. Zeitdruck, Abgabetermine oder Sonstiges. Aber prinzipiell ist es wichtig, dass man selbst Abstand zum Text bekommt, damit man optimal an der Überarbeitung feilen kann. Für eine Geschichte oder einen Roman sollen das am besten mehrere Wochen sein. – Was du in der Zwischenzeit machen kannst? Zum Beispiel an einer neuen Idee feilen 🙂

 

  • Das ganze Manuskript neu lesen. Deswegen brauchen wir diesen Zeit-Abstand. Nun sollten uns etwaige Handlungsfehler usw. auffallen. Diese bitte direkt anmerken (oder gar gleich ausbessern).

 

  • Fehlersuche: Grammatik- und Rechtschreibfehler, die einem selbst auffallen, sollten natürlich ausgebessert werden. Denk auch an ein RS-Programm auf deinem PC. Achtung: Auch auf die Schreibweise von zB Namen und Orte achten! 😉

 

  • Achte auf die Perspektive und Zeitform. – Ist das ganze Manuskript im gleichen Stil?

 

  • Wortwiederholungen meiden: Zugegeben, das gelingt mir auch nicht immer. Aber viele Wörter lassen sich gut ersetzen. Auch auf die Satzanfänge achten!

 

  • Kürzen: Nicht gerne gesehen werden zum Beispiel zu viele Adverbien und Adjektive – heißt es auf jeden Fall. 😀 Auch unwichtige (treibt die Handlung nicht voran!) Szenen sollten gestrichen werden. Lange Schachtelsätze aufteilen!

 

  • Wenn möglich, das Manuskript ausdrucken! Ja, das kostet viel Papier und Tinte, ist aber wirklich hilfreich. Ich entdecke auf der Papierform jedes Mal aufs Neue Fehler und so weiter.

 

  • Laut vorlesen: Ist man mit den Überarbeitungen zufrieden, sollte man den Text laut vorlesen. Hier stolpert man über Stolpersteine und sonstige Auffälligkeiten.

 

  • Bei Änderungen aus dem letzten Punkt, lese ich zum Abschluss noch einmal über das Manuskript.

 

  • Ab zum Lektorat! J Gute Reise – in der Zwischenzeit kann man ja an einem neuen Text arbeiten! 😉

 

P.S: Die Schreibsoftware Papyrus zeigt zum Beispiel Wortwiederholungen und schwache Verben an und hilft so gleich direkt beim Überarbeiten.

 
Text: Sandra Pulletz

Bild: Pixaby

 

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